Eine randomisierte kontrollierte klinische Studie zum Vergleich kleiner Wangendehiszenzdefekte um Zahnimplantate, die mit geführter Knochenregeneration behandelt oder zur Spontanheilung belassen wurden

Zweck: Ziel der vorliegenden randomisierten kontrollierten klinischen Studie war es zu testen, ob kleine Knochendehiszenzdefekte (≤5 mm), die spontan heilen, zu demselben klinischen und radiologischen Ergebnis führen wie Defekte, die mit behandelt wurden geführte Knochenregeneration (GBR).

Materialien und Methoden: Zweiundzwanzig Patienten, die mindestens ein Implantat mit einem kleinen knöchernen Dehiszenzdefekt erhielten, wurden in die Studie aufgenommen. Wenn die Defekthöhe ≤5 mm betrug, wurde die Stelle zufällig entweder der Spontanheilungsgruppe (SH) oder der GBR-Gruppe zugeordnet. In der SH-Gruppe blieb der Defekt ohne Behandlung. In der GBR-Gruppe wurden die Defekte um die Implantate mit deproteinisiertem Rinderknochenmineral (DBBM) gepfropft und mit einer nativen Kollagenmembran bedeckt. Klinische und radiologische Messungen wurden 6 Monate nach der Implantatinsertion mit einer Wiedereintrittschirurgie und zum Zeitpunkt der Kroneninsertion und der anschließenden Nachsorgetermine 3, 6, 12 und 18 Monate nach der Belastung durchgeführt. Für statistische Analysen wurde das gemischte lineare Modell für die klinischen und radiologischen Messungen angewendet, die um die Implantate herum beobachtet wurden. Einfache Vergleiche der Lage der Messungen in den beiden unabhängigen Gruppen werden mit dem Mann-Whitney-U-Test durchgeführt. Zusätzlich wurden die Annahmen des gemischten Modells überprüft.

Ergebnisse: Die Implantat- und Kronenüberlebensrate betrug 18 Monate nach Belastung 100%, was keine schwerwiegenden biologischen oder prothetischen Komplikationen ergab. Die mittleren Veränderungen der bukkalen vertikalen Knochenhöhe zwischen Implantation und Wiedereintritt nach 6 Monaten ergaben einen geringen Knochenverlust von -0,17 ± 1,79 mm (Minimum -4 mm und Maximum 2,5 mm) für die SH-Gruppe und einen Knochenzuwachs von 1,79 ± 2,24 mm (Minimum -2.5 mm bzw. maximal 5 mm) für die GBR-Gruppe (P = 0,017). Radiologische Messungen zeigten einen leichten Knochenverlust von -0,39 ± 0,49 mm für die SH-Gruppe und einen stabilen Knochenspiegel von 0,02 ± 0,48 mm für die GBR-Gruppe nach 18 Monaten. Alle periimplantären Weichteilparameter zeigten gesundes Gewebe ohne Unterschied zwischen den beiden Gruppen.

Schlussfolgerung: Kleine Knochendehiszenzdefekte, die für die Spontanheilung übrig blieben, zeigten hohe Implantatüberlebensraten mit gesunden und stabilen Weichteilen. Sie zeigten jedoch mehr vertikalen Knochenverlust an der bukkalen Seite 6 Monate nach dem Einsetzen des Implantats und auch mehr marginalen Knochenverlust zwischen dem Einsetzen der Krone und 18 Monate nach dem Laden im Vergleich zu den mit GBR behandelten Stellen.

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