Die Wirkung einer Freiheitsstrafe und beruflicher Disqualifikation auf die Reintegration

Diese Studie dient zwei Zwecken. Zunächst werden Schambegriffe (Braithwaite, 1989) und Etikettierung (Becker, 1963) verwendet, um die Auswirkungen der stigmatischen Etikettierung auf eine Gruppe von professionellen Buchhaltern zu untersuchen, die Freiheitsstrafen für Finanzverbrechen verbüßen. Die aus Fokusgruppeninterviews gewonnenen Daten legen nahe, dass schambezogene Emotionen eine wichtige abschreckende Wirkung auf die Neigung zur erneuten Beleidigung haben, die sich nicht aus der Inhaftierung, sondern aus der Reflexivität ergibt, die sich aus der Unterstützung und Einheit der Familie ergibt. Zweitens werden in diesem Papier die Fragen der beruflichen Wiedereingliederung kritisch bewertet, bei denen Mitgliedern nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis die Ausübung ihres Berufs untersagt werden kann. Das Verbot der beruflichen Mitgliedschaft von Mitgliedern aufgrund ihres Ex-Sträflings stellt eine Form des ausschließenden Stigmas dar, das zu stigmatischer Schande und Ressentiments gegenüber den Institutionen beiträgt, die solche Strafen verhängen. Die Rolle von Berufsverbänden bei der Wiedereingliederung ehemaliger Mitglieder, die wegen einer schweren Straftat verurteilt wurden, und die Fähigkeit, sie bei der Rekonstruktion ihrer beruflichen Identität und der Entwicklung prosozialer Rollen zu unterstützen, werden kritisch bewertet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.